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Bevor ich den Weg ging, dachte ich immer daran das Ziel Santiago zu erreichen. Auf dem Weg, war es aber nicht das Ziel, das mich veränderte, sondern der Weg und die Menschen, die mich begleiteten. Der Weg führte mich und das Ziel gab dem Weg eine Richtung und eine Motivation, welche mir Kraft gab und meinen Körper und Geist stabilisierte. Je weiter ich diesem Weg folgte, desto mehr machte ich die Erfahrung, dass er es ist, der mich trägt und führt.
Ist es nun der Weg oder das Ziel? Ich weiß es nicht.
In Santiago angekommen ein kurzer Höhenflug der Emotionen, ein Besuch in der Kathedrale, ein paar Tage der Einkehr und dann wieder nach Hause zurück und schon auf dem Nachhauseweg merke ich, dass das gewählte Verkehrsmittel eigentlich viel zu schnell ist für den Nachhauseweg, dass es vielleicht besser wäre, den Weg auch zurück zu laufen und vor allem dass der Weg nicht zu Ende ist, sondern gerade erst angefangen hat.
Es fällt mir schwer dies alles in den Alltag zu integrieren und mir selbst nicht untreu zu werden.
Buen Camino!
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